Meskalin

    Der Peyote-Kaktus, auch Peyotl genannt, ist ein runder und stachelloser Kaktus, der nur sehr langsam wächst. In Mittel- und Südamerika zu Hause, wurde und wird er vor allen Dingen von den mexikanischen Ureinwohnern zu medizinischen und rituellen Zwecken gebraucht. Die Mitglieder der "Native American Church of the United Staates" (vorwiegend Indianer) sind dazu berechtigt Peyotl zu rituellen Zwecken zu konsumieren

    Stofflichkeit:

    Meskalin ist die Hauptwirksubstanz (das Hauptalkaloid) des Peyote-Kaktus, welche aber auch noch in anderen Kakteen (z.B.: San Pedro) enthalten ist. Meskalin hat eine halluzinogene Wirkung.
    3-5mg Meskalin pro Kilogramm Körpergewicht machen eine wirksame (halluzinogene) Dosis aus.

    Wirkungsdauer:

    Die halluzinogene Wirkung entfaltet sich bei oralem Konsum nach ca. 60-90 Minuten und hält dann ca. 7-10 Stunden, aber auch teilweise bis zu 12 Stunden an.

    Konsumformen:

    Der Peyote-Kaktus kann geraucht (abgeschwächte Wirkung) oder als Tee getrunken werden. Meistens wird er jedoch in frischem oder getrocknetem Zustand gegessen (sehr bitter!).

    Risikobedingungen:

    Die psychedelische Wirkung des Meskalins äußert sich in einer veränderten Wahrnehmung u.a. im akustischen und visuellen Bereich, so berichten Konsumenten z.B. von einer Intensivierung der Farben. Ebenso werden Zeit und Raum anders wahrgenommen.
    Eine von Glücksgefühlen begleitete Euphorie kann einsetzen und bei einer geringeren Dosis kann Meskalin auch aphrodisierend wirken.
    Religiöse Gefühle und vermeintlich wichtige neue Erkenntnisse sollen möglich sein.
    Auch kann es zu Gefühlen der Ich-Auflösung kommen (kein "selbst" mehr)
    Übelkeit und Erbrechen sind oftmals die ersten Begleiterscheinungen des Konsums von Peyotl.
    Ein Anstieg der Körpertemperatur, Puls und Blutdruck sowie vergrößerte Pupillen und verminderter Hunger sind weitere Anzeichen des Meskalin-Konsums.
    Latente (verborgene) Psychosen können auch bei einmaligem Konsum ausgelöst werden.

    Risikobedingungen bei Dauerkonsum:

    Schäden des Dauerkonsums wegen missbräuchlicher Anwendung von Meskalin sind bisher nicht bekannt. Bei häufiger Anwendung erhöht sich jedoch die Gefahr, dass latente (verborgene) Psychosen ausgelöst werden.

    Mischkonsum mit Meskalin:

    Meskalin und Cannabis:
    Meskalin intensiviert die Wirkung von Cannabis.

    Zusammenfassung der Wirkspektren:

    Subjektiv erwünschte Wirkungen können sein:

    • veränderte Wahrnehmung im akustischen und visuellen Bereich (Intensivierung der Farben) sowie im räumlichen und zeitlichen Empfinden
    • Glücksgefühle, Euphorie
    • aphrodisierende Wirkung (bei geringer Dosis)
    • religiöse Gefühle und vermeintlich wichtige neue Erkenntnisse sollen möglich sein

    Subjektiv negative Wirkungen können sein:

    • Übelkeit und Erbrechen
    • Anstieg von Körpertemperatur, Puls und Blutdruck
    • vergrößerte Pupillen und verminderter Hunger
    • Gefühle der Ich-Auflösung (kein "selbst" mehr)
    • latente (verborgene) Psychosen können ausgelöst werden.

    Safer Use:

    • Konsumiere nur bei gutem Set (Dein Befinden) und Setting (Deine Umgebung).
    • Konsumiere nicht auf vollen Magen.
    • Konsumiere nicht alleine.
    • Verzichte auf Mischkonsum, da die Wirkung unberechenbar ist.
    • Nimm Dir Zeit, um Deine "Reise" zu planen und Sie zu verarbeiten.
    • Führe keine verantwortungsvollen Tätigkeiten unter Meskalin-Einfluss aus.
    • Bei psychischen Problemen sollte auf den Meskalin-Konsum verzichtet werden.

    Für die Damen:

    Frauen benötigen aufgrund ihres oftmals geringeren Körpergewichts eine kleinere Dosis.
    Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf den Konsum von Meskalin verzichtet werden.

    Diese Informationen sind nicht als Motivation zum Drogenkonsum gedacht.
    Sie dienen dazu die Risiken des Konsums, wenn sowieso schon konsumiert wird, zu minimieren. Gänzlich ausschließen lassen sich diese jedoch nicht.
    Diese Texte sind nach bestem Wissen zusammengetragen und entstammen der Recherche aus Büchern, Fachpublikationen und der Zusammenarbeit mit Herrn Hoffmann (Ärztlicher Leiter der Fachambulanz Kiel). Irrtümer können aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
    Für die Nutzung dieser Informationen übernimmt das Partyprojekt-Odyssee keine Haftung.

     
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